Gesundheit

Welche Gewürze sollte man in der Schwangerschaft vermeiden?

Gewürze die man in der Schwangerschaft vermeiden sollte!

Eine Schwangerschaft verändert sehr viel, natürlich nicht nur im Leben einer Frau. Zwischen Übelkeit, Essensgelüsten oder gänzlicher Appetitlosigkeit kann fast alles passieren. Ausgelöst wird das ganze meist durch die Hormonumstellung und kann die Frauen wirklich plagen. Außerdem muss eine Frau in der Schwangerschaft auch ihre Ernährung bzw. oft ihre komplette Lebensweise verändern. Alkohol, Zigaretten und auch verschiedene Lebensmittel sind in der Schwangerschaft komplett tabu um die Gesundheit des Kindes nicht zu gefärden. Aber man sollte nicht nur darauf achten, was man isst, sondern auch darauf, wie das Essen gewürzt ist. Welche Gewürze man in der Schwangerschaft vermeiden sollte wollen wir euch im heutigen Artikel zeigen.

Salbei

Salbei ist vor allem bekannt, gegen Halsschmerzen, Heiserkeit und Erkältungen zu helfen da er antibakteriell und schmerzlindernd wirkt, das perfekte Hausmittel also. Auch Kindern die an Erkältungen leiden gibt man sehr gerne etwas Salbeitee oder aber auch Lutschtabletten mit den Wirkstoffen der Salbeipflanze. In größeren Mengen wirkt der Salbei aber extrem wehenfördernd, deshalb sollte er in einer Schwangerschaft auf jeden Fall vermieden werden. Vor allem das Trinken von Salbei-Tees führt schnell zu einer „Überdosis“ mit negativen Auswirkungen.

Ginseng

Mittlerweile gibt es einige Studien, die darauf hinweisen, dass der übermäßige Konsum von Ginseng zu androgynen Babys führt. Das bedeutet, dass die Neugeborenen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtermerkmale aufzeigen können. Dies wird dadurch verursacht, da der Ginseng eine Überstimulation der männlichen Hormone verursacht. Dieser sollte also auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum hinweg genommen werden.

Zimt

Gerade wenn es langsam auf Weihnachten zugeht wird Zimt wieder gerne in der Küche verwendet. Sowohl in Kinderpunsch als auch in diversen Desserts findet das teure Gewürz Verwendung. In der Schwangerschaft sollte man Zimt aber nur in sehr geringen Mengen verzehren, das Problem: Zimt regt die Durchblutung kann und hat dabei einen erwärmenden Effekt. Gerade im Unterleib und insbesondere der Gebärmutter kann eine erhöhte Durchblutung dazu führen, dass frühzeitig Wehen ausgelöst werden. Der Stoff, der dafür verantwortlich ist der Kampfer. Dieser Stoff ist auch in Nelken, Ingwer, Oreganum und Kardamom enthalten, weshalb man auch auf diese verzichten sollte.

Anis, Fenchel, Lavendel, Majoran, Oregano, Rosmarin & Safran

Die Kräuter bzw. Gewürze Anis, Fenchel, Lavendel, Majoran, Oregano, Rosmarin und Safran haben auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zu tun. Natürlich kann man sie in verschiedenen Gerichten kombinieren, allerdings ist das in diesem Artikel natürlich nicht das Thema. Das Problem der oben genannten Gewürze ist, dass sie, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden, die Gebärmutter stimulieren und dadurch Wehen auslösen können. Also Kuchengewürz und in sehr geringen Mengen können sie zwar durchaus verwendet werden, aber man sollte bewusst auf die Menge achten. Nur aus den jeweiligen Kräutern hergestellte Öle sollten definitiv vermieden werden.

Knoblauch & Chili

Knoblauch und Chili geben vielen Gewürzen erst die richtige Schärfe und sind deshalb sehr beliebt. Leider können beide auch zu Sodbrennen führen, was gerade zum Ende der Schwangerschaft ein Problem ist, welches viele Frauen plagt. Wer also mit aufsteigender Magensäure zu kämpfen hat, sollte auf die beiden Gewürze während der Schwangerschaft unbedingt verzichten. Vor allem zum Ende hin, wenn Sodbrennen verstärkt auftritt. Und auch ein Tipp für die Zeit nach der Geburt: Knoblauch und Chili können den Geschmack der Muttermilch verändern, was durchaus unangenehm sein kann und dadurch eventuell auch zur Nahrungsverweigerung der Neugeborenen führen kann. Man sollte die Gewürze also entweder weg lassen oder nur bewusst und in Maßen verwenden.

Muskatnuss

Muskat wirkt sich in zweierlei Hinsicht negativ während der Schwangerschaft aus. Einerseits hemmt er die Produktion der Prostaglandins. Dieser Stoff ist aber vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft sehr wichtig, da er das Gewebe lockert. Vor allem der Muttermund wird dadurch weicher und beginnt sich, wenn der Zeitpunkt der Geburt gekommen ist, zu öffnen. Dieser Prozess ist ganz natürlich, wird durch Muskat aber unterbunden. Zudem enthält die Muskatnuss ein Hallozinogen, welches sich negativ auf den Fötus auswirkt. Früher wurde Muskat sogar für ein Abtreibungsmittel gehalten. Es gilt zwar als Kuchengewürz als unbedenklich, sollte aber ansonsten definitiv vermieden werden.

Wacholder

Wacholder ist mittlerweile vor allem deshalb bekannt, da er der Hauptbestandteil des beliebten Gins ist. Darauf muss natürlich, da es sich dabei um Alkohol handelt, in einer Schwangerschaft komplett vermieden werden. Wer gerne seine Speisen, beispielsweise Wild, mit Wacholder verfeinert, sollte dies in der Schwangerschaft aber ebenfalls besser unterlassen. Wie viele andere Gewürze und Kräuter wirkt auch der Wacholder gebärmutterstimulierend. Sowohl auf die Beeren des Wacholderstrauches als auch auf Wacholderöl sollte man für diese Zeit verzichten um das Kindswohl nicht zu gefährden.

Aloe Vera

Der Saft der Aloe Vera Pflanze gilt eigentlich als sehr gesund und vor allem im Sommer beliebt, da er erfrischend ist. Wer aber schwanger ist, sollte darauf verzichten, was verschiedene Gründe hat. Wie so oft kann Aloe Vera ebenfalls frühzeitig Wehen auslösen. Ein weiteres Problem, welches sich beim Konsum ergibt, ist die abführende Wirkung. Wenn eine Frau dann langfristig an Durchfall leidet, kann es sein, dass dem Kind Nährstoffe aus der Nahrung fehlen. Außerdem kommt durch die Darmbewegung auch die Gebärmutter ins Arbeiten, und hier besteht wiederrum die Gefahr von Wehen. Äußerlich kann Aloe Vera aber weiterhin angewendet werden, sowohl Cremes als auch Salben sind in dieser Hinsicht unbedenklich.

Petersilie

Petersilie enthält vor allem viele Vitamine, beispielsweise Vitamin B1 und B2 sowie Kalzium und Eisen. In der Schwangerschaft kann die Pflanze also gerne gegessen werden. Allerdings sollte man auch nicht übertrieben viel davon verzehren, da sich größere Mengen störend auf den Fötus auswirken können. Wer nach der Schwangerschaft stillen möchte, sollte auf Petersilie vor allem zum Ende hin lieber verzichten – diese hemmt nämlich die Milchbildung. Auch Hibiskus und Pfefferminze wirken sich negativ auf die Milchbildung aus.



Der Artikel zeigt, dass es sehr viele Kräuter gibt, die sich bei übermäßigem Konsum negativ auf schwangere Frauen auswirken. Aufpassen sollten Schwangere in erster Linie bei jenen Gewürzen, die wehenfördernd sind, und diese möglichst sparsam einsetzen. Aber auch auf Gewürze die zu Verdauungsproblemen, insbesondere Durchfall führen, sollte man verzichten. Dadurch kann die Ernährung des Kindes gefährdet werden und auch die Wehen Aktivitäten können durch erhöhte Darmbewegungen frühzeitig ausgelöst werden.
Wer dennoch mit frühzeitigen Wehen zu kämpfen hat, kann beispielsweise Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Majoran und Melisse verwenden. Diese haben eine beruhigende Wirkung auf den Organismus.

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Würzy

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