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Die schärfsten Gewürze der Welt

Chili
Chili

 

In diesem Artikel geht es, wie die Überschrift schon sagt, um die schärfsten Gewürze der Welt, bzw. die schärfsten Chilis der Welt.

 

Doch bevor wir auf die Gewürze an sich eingehen, wollen wir kurz erklären, wie die Schärfe eigentlich gemessen wird.

Zur Bestimmung des Schärfegrades verwendet man die Scoville-Skala. Hierfür wird gemessen, wie viel Capsaicin sich in den einzelnen Pflanzen befindet. Capsaicin ist ein Alkaloid , welches beim Verzehr die Schmerzrezeptoren der Schleimhäute stimuliert.

Und so empfinden wir die Schärfe. Schärfe ist also eher ein Schmerz als ein Geschmack, dennoch kann man natürlich auch gewisse Aromen, die zusätzlich enthalten sind erschmecken. Bei einem Scoville-Grad von 0 ist das Gericht nicht scharf, da kein Capsaicin enthalten ist. Ab etwa 16 Scoville empfinden Menschen Schärfe, eine Peperoni beispielsweise hat je nach Sorte 100-500 Scoville, Tabasco-Soßen bereits etwa 2500.

Aber das ist nichts im Vergleich zu den nun folgenden Chilis:

 

Platz 1: Dragons Breathe

Dragons Breathe, zu Deutsch Drachenatem ist der Name der schärften Chili-Gewürzschote der Welt. Sie hat stolze 2,4 Millionen Einheiten auf der Scoville-Skala und hat sich damit im Jahr 2017 verdienter Maßen den ersten Platz der schärfsten Gewürze der Welt gesichert. Die Schoten an sich sind klein, rot und schrumplig, die Pflanze selbst wird rund einen Meter hoch. Übrigens handelt es sich bei den Chili Früchten um Beeren und nicht um Schoten, dennoch wird der Begriff häufig verwendet. Die Pflanze wurde erst vor wenigen Monaten entdeckt und auch das war eher Zufall. Man wollte eine Chili-Schote züchten, deren Öl stark genug war, um als Anästhetikum verwendet werden zu können. Oral getestet wurde die Pflanze bisher noch nicht, man hat nur ihren Scoville-Grad herausgefunden.

Übrigens: ein so hoher Capsaicin-Gehalt kann sogar tödlich sein. Die Schmerzrezepttoren werden dabei so stark gereizt, dass dies zum Kreislaufkollaps und dadurch auch zum Tod führen kann. Eine einzige Schoten könnte hierfür bereits ausreichend sein.

 

Platz 2: Carolina Reaper

Jahrelang führte die Chilischote Carolina Reaper mit rund 2,2 Millionen Einheiten auf der Scoville-Skala die Liste der schärfsten Gewürze der Welt an. Damit schaffte sie es ursprünglich auch ins Guinnessbuch der Rekorde. Mittlerweile wurde sie aber von der Dragons Breathe abgelöst. Der Geschmack dieser Chili-Schote wird als fruchtig-süß mit leichten Röstaromen beschrieben, zumindest anfangs. Nach und nach entfaltet sich dann schließlich die komplette Schärfe und bringt einen zum Schwitzen.
Der Kreislauf kommt beim Konsum der Schote ordentlich in Schwung und sollte deshalb nur mit extremer Vorsicht genossen werden. Aus welchen Pflanzen die Carolina Reaper gekreuzt wurde ist nicht genau bekannt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Kreuzung aus der karibischen Habanero und der pakistanischen Naga Chili.

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Platz 3: Trinidad Morgua Scorpion

Den dritten Platz der Rangliste belegt eine Chilischote aus der Karibik. Die Trinidad Moruga Scorpion Chilischote hat knapp über 2 Millionen Einheiten auf der Scoville-Skala. Bis 2012 war diese die schärfste Chilischote der Welt. Auch weitere Chili Sorten aus der Trinidad-Familie zählen zu den 20 schärfsten Gewürzen der Welt. Diese Chilibeere ist etwa so groß wie ein Golfball und rot. Der Geschmack ist fruchtig süß. Doch auch hier beginnt schon kurz nach dem Geschmack der stechend brennende Schmerz, der durch das Capsaicin ausgelöst wird. Man sollte auch diese
Chili nur unter höchster Vorsicht genießen und sie wirklich nur extrem sparsam einsetzen.

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Aber schmeckt man bei so einem Schärfegrad überhaupt noch etwas?

Für „normale“ Esser ist der Genuss dieser Chili-Schoten kaum vorstellbar. Viele empfinden schon bei schärferen Peperoni oder manchen Pfeffersorten extreme Schmerzen. Wer gerne scharf ist, sollte sich wirklich nur sehr langsam steigern. Nur wenige „Scharfess-Experten“ schaffen es überhaupt, den Geschmack bei den schärfsten Chilis der Welt überhaupt noch zu erschmecken. Und auch dann merkt man das eigentliche Aroma nur kurz, bevor das Capsaicin die Schmerzrezeptoren zu reizen beginnt.

 

Platz 4: 7 Pot Douglah

Die aromatischste Chili der Welt belegt in diesem Ranking Platz vier der schärfsten Chilischoten überhaupt. Die Rede ist dabei von der 7 Pot Douglah Schote mit rund 1,85 Millionen Einheiten auf der Scoville-Skala. Aufgrund ihrer Farbe wird sie manchmal auch 7 Pot Chocolate genannt, denn das Farbenspiel während des Reifungsprozesses ist wirklich beeindruckend und außergewöhnlich. Zu Beginn ist die Schote grün, wird anschließend leuchtend violett und sobald sie dann Reif ist, geht die Farbe langsam in ein wunderhübsches Schokoladenbraun über. Geschmacklich erinnert die 7 Pot Douglah an eine fruchtige Habanero in Kombination mit der rauchigen scharfen Note der Trinidad Scorpions Chilischote.

Angeblich reicht eine einzige Chilischote, um 7 große Koch-Pötte zu aromatisieren und ordentlich zu schärfen. Daher kommt auch der Name 7 Pot.

 

Platz 5: 7 Pot Primo

Die 7 Pot Primo ist eine nahe Verwandte der 7 Pot Doughla Chilischote und hat fast genauso viele Einheiten auf der Scoville-Skala, 1,47 Millionen um genau zu sein. Diese Sorte entstand aus einer Kreuzung zwischen den Sorten Naga Morich aus Bangladesh und der 7 Pot aus Trinidad. Der Geschmack der Chilibeere wird als blumig und fruchtig beschrieben. Obwohl die 7 Pot Primo gut eine Millionen Scoville weniger hat als die aktuell schärfste Chili der Welt, ist sie dennoch nur mit extremster Vorsicht und in ganz geringen Mengen zu verwenden. Andernfalls können starke
Schmerzen, welche an Verbrennungen erinnern, nicht ausgeschlossen werden.

 

Das schärfste Gewürz der Welt: Blair’s 16 Million Reserve

Blair’s 16 Million Reserve ist das allerschärfste Gewürz der Welt. Wie der Name schon andeutet hat dieses Gewürz sage und schreibe 16 Millionen Scoville-Einheiten. Neben diesem sieht selbst die Drachenatmen Chili noch harmlos aus. Blair’s 16 Million Reserve besteht aus reinem Capsaicin-Extrakt, also aus Capsaicin Kristallen. Schärfer und wohl auch teuerer geht wirklich nicht mehr.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass man diese Chilis und Gewürze definitiv nicht einfach so zum Spaß ausprobieren sollte. Wie oben erwähnt kann der gedankenlose Konsum von extremen Schmerzen sogar bis hin zum Tod führen. Wer gern scharf isst, sollte langsam anfangen, und lieber auf Pfeffer, Meerrettich und Ingwer zurückgreifen und sich dann langsam steigern.

Denn grundsätzlich sind scharfe Gewürze durchaus gesund, immerhin regen sie die Durchblutung an und bringen den Kreislauf in Schwung, was einige positive Auswirkungen hat. Zudem werden durch den Verzehr von scharfen Gewürzen auch Glückshormone ausgeschüttet was das Wohlbefinden steigert. Wer dennoch mal zu scharf gegessen hat, kann beispielsweise zum Essen Milch trinken.

Mit einigen Tricks könnt ihr auch zu scharfe Gerichte milder machen. Wie das funktioniert, verraten wir euch hier.

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Würzy

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