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Die teuersten Gewürze der Welt

Die teuersten Gewürze der Welt
Die teuersten Gewürze der Welt

Teure Gewürze

Früher waren Gewürze eine bekannte Zahlungseinheit. Beispielsweise konnte man sich mit Salz einst andere Güter kaufen, das Gewürz trug den Namen weißes Gold, es war also wirklich teuer. Heutzutage bekommt man 500 Gramm Salz in jedem Supermarkt für nicht mal einen Euro. Und daneben stehen in jedem Gewürzregal gefühlt 1.000 verschiedene andere Gewürzarten, für bestimmte Gerichte, zum Verfeinern, für den Alltäglichen Gebrauch, etc.. Alle, für wenig Cent, vielleicht ein paar Euro, erhältlich. Aber auch heutzutage gibt es noch einige Gewürze, die wertvoll und dadurch auch extrem teuer sind. Einige von diesen wollen wir euch im heutigen Artikel vorstellen.

Safran

Das mit Abstand teuerste Gewürz der Welt ist und bleibt der Safran. Je nach Qualität des Produkts kostet ein Kilogramm zwischen 3.000 und 14.000 Euro. Verkauft und verwendet werden nur die feinen Blütennarben des Safrankrokus, und diese zu ernten ist sehr umständlich. Der Safran blüht jedes Jahr nur einmal, und dabei auch nur zwei Wochen lang. Jede Blüte besitzt genau drei der Blütennarben, welche von Hand gepflückt werden müssen. Außerdem ist es wichtig, den Safran möglichst früh morgens zu ernten, also direkt nachdem sich die Blüten geöffnet haben. Andernfalls verfliegt das besondere Aroma sehr schnell und der Safran verliert an Qualität und Wert. Für einen Kilo Safran braucht man rund 150.000 Blüten, was einer Anbaufläche von 1.000 Quadratmetern entspricht.

Verwendet wird der Safran beispielsweise zum Dekorieren von Speisen oder um Süßspeisen ein besonderes Aroma zu verleihen. Außerdem passt Safran gut zu Reis und wird dabei auch oft zum
Färben von eben diesem eingesetzt. Safran ist an sich zwar sehr teuer, aber immerhin auch sehr ergiebig. So verleiht man seinen Speisen eine ganz besonders exklusive Note.

Safran - Das teuerste Gewürz der Welt
Platz 1: Safran – Das teuerste Gewürz der Welt

Vanille

Auf Platz zwei der teuersten Gewürze weltweit liegt die Vanille. Eine einzelne Vanilleschote kostet etwa 3-5 Euro, der Preis hängt auch hier, wie beim Safran, stark von der Qualität ab. Pro Kilo ergibt sich dann ein Wert von etwa 400 Euro. Auch hier ergibt sich der Preis wieder durch den sehr arbeitsintensiven Herstellungsprozess. Im Handel gibt es nämlich nur fermentierte Vanilleschoten zu kaufen. Vanilleschoten an sich werden etwa 30 Zentimeter lang bis sie geerntet werden. Sie werden erst kurz bevor sie reif sind händisch gepflückt. Anschließend werden die Schoten mit Wasserdampf behandelt und dann ruhen sie für vier Wochen in luftdichten Behältern. In dieser Zeit vollzieht sich der Fermentationsprozess.

Wenn Menschen zum Backen oder ähnlichem sagen, sie verwenden Vanille, meinen sie meistens Vanillezucker, fertige Aromamischungen oder Vanilleessenz. Diese haben mit der eigentlichen Vanilleschote aber meist gar nichts zu tun. In der Küche wird Vanille überwiegend für Süßspeisen und Getränke verwendet.

Vanilleschote
Platz 2: Die Vanilleschote

Pfeffer

Für viele Jahrhunderte war der Pfeffer das teuerste Gewürz, welches man besitzen konnte. Er wird deshalb auch oft als „historisch teuerstes Gewürz“ bezeichnet. Pfeffer war einst so wertvoll, dass es um seine Anbaugebiete viele gewaffnete Konflikte und kleinere Kriege gab. Viele Seefahrer suchten Routen nach Indien, um das Gewürz nach Europa zu bringen, und dadurch viel Geld zu erhalten. So übrigens auch Christopher Kolumbus. Auch er wollte vom Gewürzhandel mit Indien profitieren und entdeckten dann aber „aus Versehen“ Amerika. Auf dem neuen Kontinent gab es dann aber unzählige neue, spannende Gewürze, unter anderem Chili. Dadurch verlor der Pfeffer seine teure Bedeutung schließlich, da er schlichtweg langweilig wurde.

Doch auch heute noch kostet ein Kilogramm Pfeffer je nach Sorte bis zu 230 Euro. Verwendet werden zum Würzen die Pfefferkörner, welche nur zwei Mal pro Jahr geerntet werden können. Dafür lässt sich Pfeffer aber sehr vielseitig einsetzen. Ob zu Fisch, Fleisch, Nudeln, Käse, teilweise sogar zu Süßspeisen – es gibt kaum ein Gericht, welches durch das Gewürz nicht eine besondere Note verliehen bekommt.

Schwarzer Pfeffer
Platz 3: Pfeffer

Muskat, Zimt und Kardamom

Die oben genannten Gewürze gehören zu den teuersten der Welt, aber je nach Sorte gibt es Unterschiede, wer es denn nun wirklich auf Platz 3 schafft. Auch die Muskatblüte, bzw. die
Muskatnuss ist mit 100 Euro pro Kilogramm noch relativ teuer. Allerdings wird sie bei uns kaum mehr verwendet. Ledig in der holländischen Küche und bei der Herstellung der bayrischen Weißwürste findet das leicht scharfe Gewürz regelmäßig Verwendung. Aber auch für Suppen, Gratins und Gebäck eignet sich Muskat.

Ein weiterer Anwärter auf die Rangliste der teuersten Gewürze ist Kardamom, dieser ist mit 60 Euro pro Kilogramm fast schon billig. Von dem Ingwergewächs werden meist nur die Samen verwendet, der Geschmack wird als feurig-pikant beschrieben. Dennoch eignet sich das Gewürz sowohl für herzhafte, als auch für süße Gerichte. Und nicht nur das, auch in Getränken wie beispielsweise Cocktails findet Kardamom immer häufiger Verwendung.

Ein letztes teures Gewürz ist Zimt. Dabei handelt es sich um die getrocknete Rinde von Zimtbäumen. Man muss bei Zimt aber zwei Sorten unterscheiden. Es gibt einerseits den Chinesischen, bzw. Cassia-Zimt. Dieser ist billiger und meistens in Supermärkten erhältlich. Teurer ist hierbei der Echte Zimt oder Ceylon-Zimt, dieser ist seltener, und deshalb eben wertvoller. Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt, und wird überwiegend zum Würzen von Süßspeisen verwendet.

(Fotos: depositphotos.com)

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Würzy

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