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In welchen Produkten steckt echte Vanille?

Vanilleschote
Vanilleschote

In welchen Produkten steckt echte Vanille?

Die echte Vanille, häufig auch als Gewürzvanille bezeichnet, ist Thema des heutigen Artikels. Die Pflanze selbst zählt zu den echten Orchideen und ist sehr anspruchsvoll was die Pflege betrifft.

Die echte Vanille gehört zu den schnellwüchsigen Kletter- und Schlingpflanzen und entwickelt gut duftende, cremegelbe Orchideenblüten. Bei der Vanilleschote selbst, welche allgemein bekannt sind, handelt es sich um die Samenkapseln dieser Pflanze.

Grundsätzlich ist Vanille ein sehr beliebtes Gewürz und zudem sehr wertvoll. Aufgrund des hohen Preises werden in vielen Produkten zunehmend Vanillearomen oder künstliche Geschmacksstoffe verwendet.

Heute wollen wir euch mehr Informationen rund um das Thema echte Vanille geben und dabei auch zeigen, in welchen Produkten auch wirklich echte Vanille, manchmal auch Bourbon-Vanille,steckt.

Südsee Vanille (Tahiti Art) als Bourbon Vanilleschoten Ersatz (10 Stk) 12 cm von Azafran
  • Premium Südsee Vanilleschoten (10 Stk) (Tahiti-Vanille Richtung) 12 cm aus Papua-Neuguinea.
  • Südsee-Vanilleschoten stammen aus Papua-Neuguinea und gehören zu der weltweit am begehrtesten und teuersten Tahiti-Vanilleschotenarten. Im Vergleich zur Original Tahiti Vanille ist sie etwas etwas dünner und fester. Sie ist aber gegenüber Bourbon Vanilleschoten (der gleichen Länge) wesentlich dicker und beinhaltet sehr viel mehr Vanillemark.
  • Geschmacklich zeichnet sich Südsee Vanille durch ihr einzigartiges, würziges und blumiges "Tahiti-Aroma" aus.
  • Verwendung: Benutzen Sie Südsee Vanille zum Backen, Kochen, in Desserts oder wo Sie sonst z.B. Bourbon Vanille verwenden. Anwendung: Benutzen Sie 1/2 Südsee Vanilleschote für ein Rezept von 1 Bourbon Vanillschote.
  • Ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen - Glutenfrei, Laktosefrei

 

Unterschied echte Vanille und Vanillin

Die echte Vanille zählt neben Safran, Muskatnuss, Zimt und Pfeffer zu den teuersten Gewürzen der Welt. Der hohe Preis liegt daran, dass der Anbau der Vanilleorchidee sehr aufwendig ist. Zudem dauert es wochenlang, bis man aus den geernteten Vanilleschoten das finale Gewürz hergestellt hat.

Die Vanillepflanze hat dabei unter anderem hohe Ansprüche an ihre Umgebung, so müssen beispielsweise die Temperatur und auch die Luftfeuchtigkeit konstant stimmen, die Pflanze sollte im Halbschatten stehen und so weiter. Auch das Substrat, auf welchen die Orchideenart steht muss immer feucht gehalten werden, es darf allerdings auch nicht zu nass sein.

Viele Eigenschaften müssen also stimmen, damit die Vanilleschote überhaupt erst einmal wachsen kann. Die Vanilleschote an sich hat nach dem Ernten eigentlich auch kaum Eigengeschmack. Dieser entwickelt sich erst, wenn den Schoten Wärme zugeführt wird. Durch den dadurch erfolgenden Fermentationsprozess werden die eigentlichen Aromastoffe freigesetzt, indem eine enzymatische Reaktion erfolgt. Dieser Prozess ist sehr aufwendig.

Dadurch, dass echte Vanille durch die Herstellung sehr teuer ist, werden mittlerweile sehr häufig nur noch Vanillearomen verwendet, beliebt ist dabei vor allem synthetisch hergestelltes Vanillin.

Dadurch kann das beliebte Aroma relativ günstig in diversen Süßwaren, Eis, Joghurts und ähnlichem verwendet werden. Der Preis des Vanillin liegt bei nur etwa 5% des Preises der echten Vanille.

Viele Gourmets finden Vanillin aber geschmacklich absolut schrecklich, es sei einfach nur ein künstliches,chemisches Produkt. Zudem wird vermutet, dass Vanillin die Nerven und das Erbgut auf lange Sicht gesehen schädigen kann. Zudem steht es in Verdacht, Krebs zu begünstigen, was dieses Produkt durchaus bedenklich macht.

 

 

Vanillezucker oder Vanillinzucker?

Mittlerweile ist klar, dass Vanille und Vanillin keineswegs das gleiche ist. Der Geschmack ist zwar ähnlich, aber ansonsten unterscheiden sich die Produkte, nicht nur im Preis und der Qualität.

Vanillinzucker besteht aus Zucker und dem oben beschriebene, synthetisch hergestellten Vanillin. Im Vanillin kann sich zwar auch etwas echte Vanille befinden, allerdings werden dem Stoff dann aber noch unzählige weitere Aromastoffe zugemischt.

Vanillezucker hingegen enthält neben Zucker auch echte gemahlene Vanille. Diese sieht man auch mit dem bloßen Auge: im echten Vanillezucker sind viele feine, schwarze Punkte zu sehen. Teilweise wird dem Vanillezucker aber auch noch Vanilleextrakt zugeführt, um den Geschmack zu verstärken. Vanillezucker, die ausschließlich Vanilleextrakt enthalten, findet man in Geschäften aber kaum. Der Gehalt kann jeweils der Zutatenliste entnommen werden.

 

In welchen Produkten ist echte Vanille enthalten?

Bei Vanille heißt die Devise grundsätzlich also immer: genau lesen, sowohl bei Vanillezucker, als auch bei Lebensmitteln, welche nach Vanille schmecken. Die Zutatenliste verrät, um welche Aromaart es sich handelt, man muss nur sprichwörtlich „zwischen den Zeilen“ lesen:

  • Aroma: Wird nur der Begriff Aroma verwendet, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein chemisch oder synthetisch hergestelltes Aroma.Würde das Aroma aus anderen, also aus echten, natürlichen Stoffenbestehen, würden die Hersteller dieses auch als solches bezeichnen, da das den Wert des Produktes steigern würde.
  • Natürliches Aroma: Das natürliche Aroma wird grundsätzlich aus Naturstoffen gewonnen, allerdings nicht primär aus der Vanille. Auch diese Bezeichnung könnte sonst wieder zusätzlich vom Hersteller angegeben werden.
  • Natürliches Vanillearoma: Wenn auf Produkten angegeben wird, dass sie natürliches Vanillearoma enthalten, müssen in dem Produkt mindestens 95%Vanille enthalten sein.
  • Vanille: Wird angegeben, dass Vanille enthalten ist, spricht man nicht mehr von Aromen, sondern dann ist Vanille als Gewürz enthalten.

 

Wer sicher gehen will, dass aber nur echte Vanille enthalten ist, sollte dennoch auf die Zutatenliste schauen. Oftmals wird angegeben, dass das Produkt echte Vanille enthält, zusätzlich werden aber auch häufig noch andere aromatische Produkte hinzugefügt.

 

In welchen Produkten steckt echte Vanille?

Wenn Lebensmittel mit dem Begriff Vanille bezeichnet werden, sollte man davon ausgehen können, dass nur Bestandteile der echten Vanilleorchidee verwendet werden, also beispielsweise Vanillemark oder gemahlene Vanille. Andernfalls muss man das jeweilige Produkt als Produkt mit Vanillearoma bezeichnen. Ob wirklich Vanille enthalten ist, kann aber nur im Labor festgestellt werden.

2016 wurden von Stiftung Warentest 39 Produkten getestet, die angegeben haben,Vanille zu enthalten. Zwar enthielten alle der getesteten Produkte echte Vanille, gleichzeitig schmeckten viele nicht oder kaum danach oder enthielten dennoch zusätzliche Aromastoffe die den Geschmack wiederum verstärken sollten. Folgende acht Produkte waren damals unter den Testsiegern. Bei ihnen kam der Vanillegeschmack ausschließlich von der echten Vanille und war intensiv genug, die Tester zu überzeugen:

  • Alnatura Pudding Bourbon
  • Vanille- Andechser Natur Bio
  • Jogurt mild Vanille
  • Bärenmarke Die Alpenfrische Vanille-Milch
  • Danone Actimel Vanille
  • Danone Dany Sahne Bouron Vanille
  • Aldi Süd/Moser Roth Bourbon Vanille
  • Lindt Excellence Vanille Weiss
  • Vivani Weisse Vanille

(Quelle: focus.de)

Echte Vanille ist auch echt gesund! Obwohl Vanillin viel, viel günstiger ist als echte Vanille, sollte man dennoch, sofern das möglich ist, lieber auf echte Vanille zurückgreifen. Der Geschmack ist viel intensiver und gleichzeitig ist echte Vanille auch sehr gesund.

Vanille wirkt sich belebend auf den Organismus aus, und soll gerade auch auf die Geschlechtsorgane eine anregende Wirkung haben. Vanille wirkt angeblich vor allem für Männer anlocken und soll die Lust enorm steigern.

Auch die pilztötende Wirkung der echten Vanille wird hoch geschätzt. Gerade bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Ekzemen soll die Orchideenart dabei sehr hilfreich sein. In der Aromatherapie wird Vanille zudem auch sehr gerne eingesetzt. Der Geruch soll sowohl bei strapazierten Nerven, bei Depressionen, sowie bei Schlaflosigkeit und Angstzuständen helfen.

Übrigens, ein Tipp für Schwangere: auch bei der Übelkeit,welche vor allem zu Beginn einer Schwangerschaft viele Frauen plagt, soll die echte Vanille helfen. Hier muss aber bei gekauften Produkten ganz genau darauf geachtet werden, ob auch wirklich echte Vanille enthalten ist, oder nur Vanillin und künstliche Aromen.

Es gibt mittlerweile auch einige Forschungen, inwiefern sich Vanille positiv gegen Alzheimer und Krebs auswirkt. Denn in der Vanilleschote enthaltenen antioxidativen Substanzen werden viele positive Wirkungen nachgesagt.

Es lohnt sich also wirklich, Produkte mit echter Vanille zu verwenden und auch beim Backen lieber auf Vanillin zu verzichten. Sowohl der Geschmack als auch die gesundheitlichen Aspekte überzeugen definitiv.

Im Zweifelsfall sollte man ganz einfach auf der Liste mit den Inhaltsstoffen nachlesen.

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Würzy

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