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Das perfekte Currywurst Gewürz

Currywurst
Currywurst

Die perfekte Currywurst

Die Currywurst ist ein deutsches Gericht. Sie besteht ganz simpel aus einer Bratwurst oder ähnlichem, zu welcher eine Soße aus Tomatenketchup und Curry gereicht wird. Man kann dieses Gericht nahezu an jeder Straßenecke, in jeder Imbissbude aber auch in vielen Restaurants kaufen. Es gibt sowohl billige Varianten welche schnell im Pappteller serviert werden, als auch super exklusive Variationen, welche mit Blattgold überzogen werden.

Auf den ersten Blick klingt die Currywurst eigentlich nach einem simplen Essen. Was es aber alles über diese Mahlzeit zu berichten gibt und wie ihr die perfekte Currywurst zu Hause zubereiten könnt, zeigen wir euch heute.

Woher kommt die Currywurst denn nun eigentlich?

Allen voran steht beim Thema Currywurst immer die große Frage, woher sie kommt und wer sie denn nun eigentlich erfunden hat.

Der bekannteste Mythos um die Entstehung der Currywurst begann am 04. September 1949: an diesem Tag soll die Berlinerin Herta Heuwer Tomatenmark mit verschiedenen Gewürzen, unter anderem Curry zusammengemischt haben. Sie probierte immer, und immer wieder und gab die rote Soße schließlich über eine in Stücke geschnittene Brühwurst. Angeblich war dies die Geburtsstunde der Currywurst. Die Imbissbudenbesitzerin meldete daraufhin umgehend ein Patent auf die Soße an und nannte es Chillup, eine Mischung aus Chili und Tomatenketchup.
Ob Herta Heuwer bei dieser Entdeckung alleine war oder ob sie Hilfe hatte, ist nicht sicher geklärt. Dennoch ließ sich Heuwer bis zu ihrem Tod als Erfinderin der Currywurst feiern.

Doch beispielsweise auch die Ruhrpotter sind sich sicher: Sie haben die Currywurst erfunden. Zwar haben sie kein eigenes Patent auf das Gericht, aber dennoch sehen sie sich als Erfinder.

Und auch aus Hamburg gibt es immer wieder Stimmen, dass die Erfindung der Currywurst bei ihnen war. Angeblich wäre dies ein Gericht für Prostituierte gewesen, die sich vor oder nach langen Schichten noch etwas Herzhaftes gönnen wollten. Dies soll bereits im Jahr 1947 gewesen sein. Der Mythos basiert auf dem Buch „Die Entdeckung der Currywurst“ von Ume Timm aus dem Jahr 1993.

Wer die Currywurst nun wirklich erfunden hat, bleibt wohl für immer ein Geheimnis. Fakt ist aber, dass es bei den endgültigen Zubereitungen regional sehr viele Unterschiede gibt. Diese betreffen sowohl die Wurst als auch die Soße an sich. Vielleicht gibt es auch nicht „die“ perfekte Currywurst, sondern viele Varianten, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Übrigens, was in der Berliner patentierten Currysoße drin war, weiß heute niemand mehr. Herta Heuwer nahm dieses Geheimnis mit ins Grab.

Welche Wurst wird für eine echte Currywurst verwendet?

Diese Frage kann, ebenso wie die Herkunft der Currywurst, eigentlich nicht beantwortet werden. Die wesentliche Frage ist: mit oder ohne Darm? Die Würste ohne Darm ähneln bayrischen Wollwürsten, die Würste mit Darm sind ähnlich den Bratwürsten. In Berlin gibt es klare Anforderungen, welche Würste als Currywürste verkauft werden dürfen. Nach dieser musste eine Currywurst eine feine, nicht gepökelte und auch nicht geräucherte Bratwurst sein. Sie muss „nur“ mittlere Qualität haben und darf maximal fünf Prozent Fremdwasserzusatz haben. Nur dann hat man eine echte Berliner Currywurst. Auch die Schärfe der Wurst variiert von Ort zu Ort.

Es bleibt also festzuhalten: ob mit Darm oder ohne, ob scharf oder nicht, ob klein geschnitten oder im Ganzen, alles darf sich Currywurst nennen. Auch ob Brat- oder Bockwurst verwendet wird ist prinzipiell jedem selbst überlassen. Was dieses Gericht betrifft gibt es auch (noch) keine EU-Verordnung. Dadurch gibt es bei diesem simplen Gericht so viel Spielraum wie bei wohl keinem anderen.

Wie wird die perfekte Currywurst inklusive Soße zubereitet?

Der einfachere Schritt der Zubereitung der Currywurst ist definitiv das Anbraten der Wurst. Diese wird im Ganzen in etwas heißem Fett angebraten und dann entweder klein geschnitten oder eben nicht auf einen Teller oder Pappteller gegeben. Darauf wird sie dann von der Soße übergossen. Und schon kann das Essen serviert werden.

Viele verwenden heutzutage zu Hause Ketchup, und stäuben über diesen einfach ein wenig Currypulver. Aber eine Currywurstsoße herzustellen ist dabei gar nicht so schwer.

Dazu braucht man:

  • 500 Gramm Tomatenmark
  • 1 EL Worcester-Sauce
  • 1 EL Essig
  • 1 EL edelsüßes Paprika-Pulver
  • 3 EL Honig
  • 1 Prise Curry-Pulver
  • 1 TL Chili-Pulver

Die Gewürze werden zusammen mit dem Tomatenmark kurz aufgekocht und anschließend lässt man das Ganze für ein paar Minuten dahinköcheln. (Vorsicht: die Soße kann dabei spritzen und hinterlässt Flecken, die teilweise nicht mehr aus der Kleidung heraus gehen.) Je nach Belieben können die Mengenangaben natürlich auch variieren. Manche schwören auch darauf, kleingeschnittene Zwiebeln in die
Soße zu geben.

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Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche andere Möglichkeiten, die Soße zuzubereiten. Manche sind Fan davon, zu der Soße zusätzlich etwas Cola, Orangen- oder Zitronensaft hinzuzugeben. Das gibt dem ganzen noch ein etwas süßliches Aroma. Dem Geschmack sind natürlich wie immer keine Grenzen gesetzt.

Vor dem Servieren wird die mit der Soße bedeckte Wurst zusätzlich noch mit ein wenig Curry bestreut.

Und was isst man dazu?

In vielen Imbissbuden wird als Currywurst nur die Wurst zusammen mit der Soße serviert. Die typische (Berliner) Beilage ist ein kleines, weiches Brötchen, beispielsweise eine Schrippe oder eine Scheibe Toast, um die gute Soße auftunken zu können. Mittlerweile werden aber auch häufig Pommes Frites mit Mayonnaise
angeboten.

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Ob nun Ruhrpott-Carpaccio, Gelsenkirchener Schlemmerplatte oder Bottroper Schlachtplatte, die Currywurst hat viele Namen. Und so viele Namen es gibt, so unterschiedlich ist wahrscheinlich auch die Zubereitung des eigentlich so simplen Gerichts. Simpel, aber super lecker und ein echter, deutscher Klassiker. Und wer jetzt Lust auf Currywurst bekommen hat, kann diese mit unseren Tipps ganz leicht zu Hause nachkochen!

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Würzy

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