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Wie würzt man Frikadellen?

Das perfekte Gewürz für Frikadellen!

Heute wollen wir euch mal wieder ein Gericht vorstellen, und wie so oft handelt es sich um einen echten deutschen, fleischigen Klassiker: Die Frikadelle. Oder aber auch Bulette, Boulette, Fleischpflanzer, Fleischleiberl oder Fleischküchle, die Namen des Gerichts sind sehr vielfältig. Egal welchen Namen man verwenden mag, alle beschreiben kleine Klößchen aus Hackfleisch. Allerdings werden sie sehr unterschiedlich zubereitet und geformt. Mehr zu dem sehr leckeren Gericht nun.

Diverse Bezeichnungen und regionale Unterschiede

Frikadelle ist die älteste Bezeichnung des Hackfleischgerichts, bereits Ende des 17. Jahrhunderts wurde dieser verwendet. Noch heute wird er vor allem in der Gastronomie verwendet. Das Wort Bulette stammt auf dem Nordosten des deutschen Sprachraumes. Viele Bezeichnungen des Hackfleischgerichts sind sehr regional geprägt. Im ostpreußischen Raum verwendet man oft den Begriff Klops. Dieser geht vermutlich darauf zurück, dass das Fleisch zerklopft, also „zerkloppt“ wird.
In Bayern ist die Frikadelle als Fleischpflanzer bekannt. Dieser Begriff entwickelte sich aus der Bezeichnung „Fleischpfannzelte“. Dies bedeutet so viel wie flacher Fleischkuchen aus der Pfanne. In Franken und im Schwabenland spricht man häufig von Fleischküchlein.

Aber nicht nur regionale Unterschiede!

Teilweise sagt der Name auch etwas über das eigentliche Gericht an sich aus. Spricht man von einem Hacksteak oder einem deutschen Beefsteak, handelt es sich um eine größere, länglichere Frikadelle aus Rindfleisch. Zumindest muss in der Rohmasse mindestens 80% Rindfleisch enthalten sein.

Werden die Frikadellen Fleischklößchen genannt, werden sie oftmals auf Basis von Brät hergestellt. Diese werden außerdem nicht angebraten sondern meist eher in der Soße geschmorrt. Lecker ist aber bestimmt jede Variante.

Es gibt in fast jedem Land sehr ähnliche Gerichte aus Hackfleisch. Einige Beispiele sind Ćevapčići aus Slawien, Köttbullar aus Schweden, Köfte aus der Türkei, welche aus Rind- oder Lammfleisch bestehen können und Keftedes aus Griechenland. Bis auf das Aussehen und die Gewürze sind sich die Speisen im Prinzip ähnlich.

Übrigens, Frikadellen müssen nicht unbedingt aus Fleisch bestehen. Es gibt auch Varianten, bei denen Frikadellen aus Fisch zubereitet werden. Dann spricht man von Fischfrikadellen oder Fischpflänzchen.

Wie werden Frikadellen hergestellt?

Zutaten (für 4 Personen)

  • 1 Brötchen
  • etwas Milch
  • 1 Zwiebel
  • 500 Gramm Hackfleisch (entweder Schwein, Rind oder gemischt)
  • 1 Ei
  • etwas Petersilie, frisch oder gefroren
  • Salz und Pfeffer
  • edelsüßes Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • Sonnenblumenöl
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  • Passt ausgezeichnet zu jeder Art von Hackfleischgericht.
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Zu Beginn wird das Brötchen in Wasser mit einem Schuss Milch eingeweicht, es darf ruhig 15 Minuten in der Flüssigkeit liegen. In der Zwischenzeit kann man die Zwiebel schälen und ebenso wie den Knoblauch in feine Würfel hacken. Man sollte die beiden Zutaten kurz andünsten, das macht ihren Geschmack milder. Außerdem kann es ansonsten passieren, dass die Zwiebeln im inneren der Fleischmasse roh bleiben.

Anschließend gibt man das Hackfleisch in eine Schüssel, drückt das Brötchen gut aus und gibt es ebenfalls hinzu. Zu der Masse kommen dann noch das Ei, die angebratenen Zwiebeln und kleingehackte Petersilie. Die Zutaten werden dann kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt und alles wird gut durchgemischt.

Aus der fertig durchgemischten Masse formt man dann 8 gleich große Fleischbällchen. Diese werden dann flachgedrückt und in dem Öl gleichmäßig von beiden Seiten angebraten. Übrigens, am besten lassen sich die Frikadellen formen, wenn man die Hände regelmäßig in etwas Wasser taucht. Dadurch bleibt das Hackfleisch weniger an den Händen kleben.

Die perfekte Farbe bei Frikadellen

Wenn die Frikadellen von beiden Seiten leicht braun sind und knusprig angebraten, sollte man sie noch für etwa 10 Minuten bei 180° in den Ofen geben, damit das Fleisch fertig garen kann. Wer eine größere Menge der Fleischklopse herstellen muss, kann die Temperatur auch etwas reduzieren, wodurch das Fleisch länger braucht zum gar werden. So kann man die Frikadellen aber sehr gut warm halten.

Frikadellen sind ein sehr schnelles und vor allem sehr simples Gericht. Aber wie alle Gerichte kann man auch die Hackfleischzubereitung auf diverse Arten verfeinern. Man kann in die Rohmasse unter anderem getrocknete Tomaten, gehackte Pinienkerne, grüne Oliven sowie Oregano und Rosmarin geben. Dadurch bekommt die Bulette zusätzlich eine sehr mediterrane Note. Eine andere Variation ist, in die Frikadelle ein Stück Käse zu geben, dieser schmilzt bei der Zubereitung. Käse passt immerhin zu jedem Gericht. Es eignet sich sowohl Fetakäse als auch Mozzarella oder Emmentaler, das muss man in diesem Fall einfach ausprobieren, was man lieber mag.

Und wie natürlich immer kann man bei Frikadellen auch wunderbar mit den Gewürzen spielen. Wer es schärfer mag kann beispielsweise mehr Pfeffer oder auch Chili für die Gewürzmasse verwenden. Außerdem kann man auch mit verschiedenen anderen Kräutern experimentieren, beispielsweise mit Majoran oder Thymian. Wie so oft gilt hier: erlaubt ist was schmeckt.

Beilagen zu Frikadellen

Wenn die Frikadelle fertig ist kann man sie grundsätzlich sofort servieren. Welche Beilagen man dazu reicht ist meist von Region zu Region unterschiedlich. Manche essen am liebsten Kartoffelpüree, Kartoffelsalat oder gekochte Kartoffeln zu der Bulette. Andere hingegen bevorzugen einen knackigen Salat oder eine Semmel. Auch Erbsen-Karottengemüse wird oft dazu gereicht. Auch über die Soße ist man sich uneinig. Einige schwören darauf, dass das Hackfleischgericht mit Senf gegessen gehört, manche bevorzugen Ketchup. Viele wollen auch einfach eine klassische Rahm- oder Champignonsoße. Übrigens kann man die Frikadellen auch kalt essen und sie bei einem Buffet oder ähnlichem anbieten.
Guten Appetit!

Über den Autor.

Würzy

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